Der Straußenhof

Die Heimat des Vereins
Seit 1976 steht unser Verein für die erfolgreiche Verbindung von Physiotherapie und der besonderen Wirkung des Pferdes.– ein halbes Jahrhundert Engagement, Innovation und Herzblut für das therapeutische Reiten.
Die Geschichte begann mit Frau Dr. Ingrid Strauß, damals betreuende Oberärztin der May-Klinik in Kreuth. Sie erkannte früh das Potenzial des Pferdes in der Behandlung neurologischer Erkrankungen und setzte diese Idee konsequent um.: Sie erwarb das ehemalige Obermüller-Anwesen am nördlichen Ortsrand von Waakirchen und errichtete gemeinsam mit der Zimmerei Flori Seestaller eine Reithalle.
Im Jahr 1976 gründete sie zusammen mit Kollegen und Freunden den Verein „Interessengemeinschaft für Therapeutisches Reiten“. Bereits am 15. Juli desselben Jahres zog das erste Therapiepferd in den umgebauten Kuhstall ein. Zu den ersten Patienten gehörte Günter, dessen Mutter Erni Ernst ihn zur Behandlung brachte und die bis heute ehrenamtlich im Verein tätig ist. Seit dieser Zeit finden auf dem Gelände – das später zu Ehren von Frau Dr. Strauß in „Straußenhof“ umbenannt wurde – regelmäßig therapeutische Behandlungen mit dem Pferd statt.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte im Jahr 1986, als die Familie Six den Straußenhof übernahm. Mit Unterstützung der Fachklinik Bad Heilbrunn unter der damaligen Leitung von Dr. Anton Weichenmeier wurde insbesondere die Hippotherapie weiter ausgebaut. Neue Pferde wurden ausgebildet, verschiedene Rassen integriert und das Behandlungsspektrum kontinuierlich erweitert.
Anfang der 2000er Jahre übernahm Josepha Six (heute Brünner) die Leitung des Hippotherapiebetriebs. Nach ihrem abgeschlossenen Studium, der Zusatzqualifikation zur Hippotherapeutin bei der DKTHR sowie langjähriger praktischer Erfahrung in der Physiotherapie führte sie die Arbeit mit großem Engagement weiter.
Im Zuge dieser Entwicklung wurde der Verein in „Therapeutisches Reiten Oberland e.V.“ umbenannt und hat bis heute seinen Sitz in Waakirchen auf dem Straußenhof. Aktuell stehen sieben speziell ausgebildete Therapiepferde zur Verfügung: zwei Süddeutsche Kaltblüter, drei Haflinger, ein Moritzburger schweres Warmblut sowie ein PRE (Pura Raza Española). Mit ihrer Hilfe werden jährlich rund 1.400 Behandlungen durchgeführt.
An den Therapietagen Dienstag und Donnerstag engagieren sich etwa 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – von Pferdeführern bis hin zu Physiotherapeuten – und sorgen gemeinsam mit den Pferden für eine vertrauensvolle Atmosphäre und den Erfolg der Therapie.
Bildergalerie
Fasching 2017















Hoffest 2018
















Erleben Sie die Hippotherapie auf dem Straußenhof
Die folgende halbstündige Reportage über das therapeutische Reiten am Straußenhof vom August 2003 gibt Ihnen einen guten Überblick über Anforderungen sowohl an die Therapeutinnen als auch an die Pferde selber. Darüber hinaus sehen Sie einige Erfahrungsberichte der Patientinnen und Patienten.
Teil 1 der Reportage
Im ersten Teil der Reportage wird das Pferd als Therapeut präsentiert. Bruno Six erklärt die physischen & psychischen Anforderungen an die Pferde bzgl. ihrer Statur, ihres Gangbildes, ihrer Ausbildung, usw. Die Gründerin des therapeutischen Reitvereins, Frau Dr. Ingrid Strauß, wird vorgestellt und erzählt warum sie den Verein ins Leben gerufen hat. Zudem werden die notwendigen Qualifikationen der Therapeutinnen sowohl in Bezug auf den physiotherapeutischen Aspekt, als auch auf die Erfahrung im Umgang mit Pferden aufgezeigt.
Teil 2 der Reportage
Im zweiten Teil werden überwiegend eine Auswahl der verschiedenen Erkrankungen aufgezeigt, welche mit Hippotherapie und durch eine gezielte Auswahl des richtigen Satteltyps behandelt werden können. Dafür haben sich auch einige Patienten bereit erklärt, ihre Erfahrungsberichte zu teilen.
Der Verein
Ein behindertengerechter Anbau mit allen notwendigen Einrichtungen macht die hippotherapeutische Arbeit am Straußenhof erst möglich.
Eine speziell konstruierte Rampe ermöglicht einen direkten Zugang in die Halle und erleichtert Patienten und Helfern – gegebenenfalls auch mit einem Lift – das Aufsitzen auf das Pferd.
Der Aufenthaltsraum mit Blick in die Reithalle verkürzt Wartezeiten und bietet die Möglichkeit, das Reiten nachwirken zu lassen. Im Sommer lädt die sonnige Terasse dazu ein.



